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Regiekommentar von Thomas Frick:
Es war notwendig, den Beginn der Reise von Thutmosis und Bebe in die Tiefen der Totenstadt zu visualisieren. Der Zuschuer sollte sehen, daß es abwärts geht, immer tiefer in die geheimnisvollen Abgründe von Abydos.
Wie nun in einem Low-Budget-Film eine solch aufwändige Szene bewältigen? Ein Filmstudio ist normalerweise eine glatte Fläche. Dreidimensionale Bauten, in denen Tiefe oder Höhe gezeigt werden, sind wegen der Statik extrem teuer. Ein Dreh in einer umgebauten Originallocation war aus Kostengründen ebenso tabu.
Aber ich hatte ein kleines, eng kalkuliertes Trick- und Green-Screen - Budget zur Verfügung, in welches ich diese Szene mit aufnahm. Auch Computertricks sind teuer, da die Aufnahmen digitalisiert und wieder ausbelichtet werden müssen.
Aber zusammen mit Tricksupervisor Uwe Fleischer legte ich den Produzenten ein Storyboard für die Szene vor, die auf eine effektive Länge von nur wenigen Sekunden digitales Compositing optimiert war. Die Szene durfte gedreht werden.
Die extreme Untersicht in dem Modellshot wurde gewählt, um auf teuere Puppen verzichten zu können. Um dem Unterbewußtsein trotzdem den Eindruck von zwei Personen in einem Fahrstuhl zu geben, beginnt die Szene mit einer Skizze von Bebe und Thutmosis im Fahrstuhl, gezeichnet von Nils Lovelorn in seinem Tagebuch.
Ein hölzerner Korb, den man sogar über eine Rolle anheben konnte, wurde gebaut. Aber er durfte aus Sicherheitsgründen nicht bewegt werden, solange sich Schauspieler in ihm befanden.
Deshalb wird das Aufsetzen des Korbes auf dem Grunde der Abydosschlucht als Detail gezeigt - Gelegenheit, die folgende Szene gleich mit einem schaurigen Requisit zu beginnen...
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